Interessantes aus
unseren Nachbargemeinden

An dieser Stelle möchten betonen wir, das es sich bei den Artikeln verfassten
Aussagen um solche handelt, die nicht durch uns, sondern durch Dritte getätigt wurden, von denen wir uns ausdrücklich distanzieren!

Unbequeme Wahrheiten in Neuenhagen

Von Billy Six (Gemeindevertreter) im Oktober 2010


Six


28. September 2010: Kommandounternehmen Flächenmessung in Neuenhagen


Politiker haben keinen Anreiz, Korruption zu bekämpfen. Sie wollen vielmehr gar nichts von dem Thema wissen.“  Dr. Regina Sieh muss es wissen – sie ist Oberstaatsanwältin in München. Doch die Volksvertreter scheinen von ihren Wählern in dieser Frage nicht weit entfernt – so zumindest mein persönlicher Eindruck von vor Ort. Vielleicht hat es auch stark mit der Tatsache zu tun, dass es sich bei den Tätern derartiger Delikte nicht um Buschstrolche im herkömmlichen Sinne handelt, sondern meist um gebildete und seriöse Persönlichkeiten. Zum anderen haben viele Menschen den Eindruck, dass das Leben in Deutschland von Jahr zu Jahr komplexer wird, sodass Schwarz und Weiß immer mehr zu einem vielseitigen Grau verwischen.

Aus diesem Grunde scheint es geboten, Moralisierung und Missgunst von dieser Diskussion fernzuhalten. Neiddebatten und staatliche Bevormundung haben auch ihren Beitrag dazu geleistet, dass Leistungsträger der Gesellschaft ihren Lohn oftmals lieber informell erhalten.

Ein rein pragmatischer Gedanke muss hierbei im Vordergrund stehen: Verschwendung und dubiose Geschäfte mit öffentlichen Mitteln führen über kurz oder lang zur Erhöhung von Steuern, Sozialabgaben und Gebühren. Eine solche Entwicklung schränkt die gottgegebene kreative Freiheit des Einzelnen auf Dauer ein – was die Ursachen weiter verschärft und eine endlose Negativspirale in Gang setzt.

Jede Wohnungsdurchsuchung und Anklage steht für ein trauriges Scheitern der präventiven Vorsorge. Diese muss vor unserer Haustür ansetzen – in der Kommunalpolitik.

Bürgermeister Jürgen Henze und Hauptamtsleiter Jens Schubert haben 2004 im Zusammenhang mit der Laubentsorgung Führungsstärke bewiesen, als sie deutlich machten, dass Ortsansässigkeit allein kein Kriterium für die Vergabe großer Aufträge sein kann. Private Leute, die aus Überzeugung Geschäfte zu höheren Preisen mit Nachbarn und Freunden machen, handeln mit ihrem eigenen Geld. Wir als Gemeinde operieren mit fremden Geld, das von den Bürgern zwangsweise eingetrieben wird.

Dem Ansinnen, dem wirtschaftlichsten Anbieter den Auftrag zukommen zu lassen, muss jedoch konsequent Folge geleistet werden! Wenn sich herausstellt, dass die Entsorgung von Laub zwar zum halben Einheitspreis je Kubikmeter vollzogen wird, es gleichzeitig aber zur Verdreifachung der Mengen kommt, läuft etwas faul im „Staate Dänemark“.

Zu dieser Entwicklung kam es trotz der Aufsicht durch das Rechnungsprüfungsamt in Seelow. Dies ist auch kein Wunder: Woher sollen die Kontrolleure wissen, wie viel Laub in Neuenhagen anfällt? Wie können sie erahnen, ob abgerechnete Flächen tatsächlich so groß sind wie angegeben? Dies ist eine Kontrollaufgabe, die einem anderen Gremium obliegt: Der Gemeindevertretung.

Bereits 2 Mal hat der Rat jedoch bewusst eine andere Entscheidung getroffen: Am 16. Oktober 2008 wurde erst der Rechnungsprüfungsausschuss und am 16. September 2010 auch noch der Laub-Untersuchungsausschuss abgelehnt. Eine Abgeordnete, die einen Vergabeausschuss ins Gespräch gebracht hatte, musste sich anschließend beim Bürgermeister entschuldigen.

Es stimmt betrüblich, wenn die (wohl kaum verwunderliche) Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten in dieser Situation nun bei Einigen zu emotional überzogenen Gedanken führt. Muss denn am Ende immer die gleiche Litanei folgen? Dass nämlich ein Schuldiger an den Pranger gestellt wird, während viele Andere die Lage über Jahre hinweg geduldet haben …


Aufsichtsbeschwerde der Neuenhagener Neuen Bürgerallianz

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Ein Beitrag aus Fredersdorf


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Einen Augenblick in Bengasi
Von Billy Six

Ein Dank an den Mut der freien Welt, das libysche Volk zu beschützen
 
Von außen muss es irre wirken:
Junge Männer ballern mit Kalaschnikows, Granaten und TNT-Bomben in die Luft. Sie schreien " Allahu Akhbar ". Doch wer die Hintergruende der islamischen Welt ein wenig kennt und einigermassen zu ahnen beginnt, wie hässlich das Leben der Menschen unter Gaddafi gewesen sein muss, denkt um. 42 Jahre Unfreiheit. 42 Jahre wirre Reden und schein - ideologische Indoktrinierung. 42 Jahre Gefängnis, Folter, Tod. Noch vor 5 Wochen erschien es undenkbar, dass die Menschen von Tobruk, Bengasi und Misrata den Diktator vertreiben könnten. Klar, dass Emotionen durchdrehen. Ein
Wunder, dass man sich aber vor den Rebellen nicht zu fürchten braucht.

Kleiner Junge aus Bengasi

Der kleine Junge auf dem Bild ist einer von ihnen. Er bewachte über Tage unser
Medienzentrum am Hafen von Bengasi. Tag und Nacht. Die Solidarität und Nähe der Menschen ist unglaublich. Erst jetzt fällt mir auf, dass ich nicht einmal
den Namen des Kleinen kenne. Im Zuge der Gaddafi-Offensive mit Bomben, Panzern und Scharfschützen gegen Bengasi, ist nun Einiges durcheinander geraten.
Todesängste und Freudenstürme wechseln sich ab. Niemand weiß wirklich, was los ist. Hoffentlich sehen wir uns alle schnell wieder. Und wenn ich mir eines wünschen darf, dann das: Die Mutter unseres jungen Revolutionärs soll ihren Sohn in einem freien Libyen aufwachsen sehen - und ihn nicht unter Tränen auf einen von vielen Aufgeknüpften blicken müssen.
erschienen in der BAB am 01.04.2011

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